Mikroplastik im Meer
Kommentare 0

Mikroplastik in Kosmetik

Am 22. März ist Weltwassertag, aber eigentlich sollten wir uns JEDEN Tag Gedanken um unsere Meere, Flüsse und Seen machen. Leider steht es um unsere Gewässer nicht besonders gut. Als Naturkosmetik Unternehmen setzen wir uns im Rahmen unserer klimaneutralen Deocreme seit einiger Zeit für saubere Weltmeere ein. Mit Plastic Bank unterstützen wir eine Organisation, welche die Strände in Brasilien und Indonesien von Plastik befreit.

Obwohl Organisationen wie Plastic Bank tolle Arbeit leisten, schwimmt im Meer auch allerlei Plastik herum, das von keinem Strand gesammelt werden kann. Es wird nämlich direkt mit dem Abwasser hineingespült.

Die Rede ist von Mikroplastik, das ein riesiges Problem für Meere, Flüsse und Seen darstellt. Aber warum enthalten manche Kosmetikprodukte Plastik? Wie kommt es in die Weltmeere? Und warum ist das nicht nur für die Meeresbewohner ein Problem? Hier erfährst du alles, was du zum Thema Mikroplastik in Kosmetikprodukten wissen musst.

Was genau ist Mikroplastik?

Es wird allgemein zwischen zwei verschiedenen Arten von Mikroplastik unterschieden. Sekundäres Mikroplastik entsteht aus größeren Plastikteilen, die sich über die Jahre hinweg zersetzen. Also zum Beispiel eine Plastiktüte, die im Meer schwimmt, oder Plastikflaschen am Strand.

Primäres Mikroplastik ist solches, das bereits als mikroskopisch kleine Teilchen ins Abwasser gerät. Und zwar, weil es bereits in der Form in Kosmetikprodukten enthalten ist. In Peeling oder Zahnpasten kann man es oft sogar noch als kleine Kügelchen erkennen. Doch viele Plastikteilchen sind so klein, dass sie mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen sind.

Das Plastik, das man sieht, ist nur ein Bruchteil des Problems

Was macht Plastik in Kosmetik?

Als Plastik in den 50er-Jahren erstmals hergestellt wurde, waren alle erst mal wahnsinnig begeistert davon, was man damit alles machen kann. Möbel, Kleidung, Spielzeug, Verpackungen und, und, und. Auch die Kosmetikindustrie nutze das Wundermaterial, um Haaren, Lippen oder Wangen einen wunderbaren Glanz zu verpassen. Es war billig in der Herstellung und hatte viele tolle Kurzzeiteffekte. Ziemlich bald war es also in so gut wie jedem Reinigungsmittel und Kosmetikprodukt enthalten.

Was richtet Mikroplastik im Wasser an?

Das Mikroplastik aus Kosmetikprodukten landet direkt im Abwasser und anschließend in Flüssen, Seen, Meeren. Kläranlagen und Wasseraufbereitungsanlagen sind zu grob, um Mikroplastik in Kosmetik aufzugreifen. Als wäre es nicht schon schlimm genug, wenn Milliarden kleiner Plastikteilchen im Wasser schwimmen, haben diese Partikel auch noch die Eigenschaft, Umweltgifte an sich zu binden. Meeresbewohner, die sich von Mikroorganismen ernähren, verwechseln die Teile häufig mit Nahrung, bzw. haben gar keine andere Wahl, als sie einzusaugen. Was für Langzeitfolgen das hat, ist noch nicht ganz klar, aber klar ist, dass die Plastikteile und Giftstoffe nichts Gutes tun und über unseren Teller sogar im menschlichen Organismus landen.

Auf welche Inhaltsstoffe achten?

Leider wird Mikroplastik in Kosmetik nicht als solches in der Liste der Inhaltsstoffe angegeben. Man muss schon ziemlich genau wissen, wonach man sucht, wenn man es umgehen will. Deshalb haben wir dir eine Liste mit den gängigsten Stoffen angefertigt. Für unterwegs ist die App Codecheck ein guter Tipp. Du kannst einfach den Barcode des Produktes scannen und sie zeigt dir an, ob fragwürdige oder bedenkliche Inhaltsstoffe enthalten sind. Verzichten solltest du jedenfalls auf alle Produkte, die die folgenden Inhaltsstoffe enthalten:

Was von vielen Cremes übrig bleibt
  • Acrylate Copolymer (AC)
  • Acrylate Crosspolymer (ACS)
  • Polyamide (PA, Nylon-6, Nylon-12)
  • Polyacrylate (PA)
  • Polymethylmethacrylate (PMMA)
  • Polyethylene (PE)
  • Polyethylenterephthalate (PET)
  • Polypropylene (PP)
  • Polyquaternium (PQ)
  • Polystyrene (PS)
  • Polyurethane (PUR)

Besser leben ohne Mikroplastik

PonyHütchen verzichtet als Naturkosmetik Unternehmen seit jeher auf Mikroplastik und Silikone. Trotzdem, oder eben gerade deswegen, sind unsere Produkte wunderbar pflegend und hinterlassen weiche Haut und geschmeidiges, glänzendes Haar.

Kennst du zum Beispiel schon unseren silikonfreien festen Conditioner? Er enthält eine pflanzliche Alternative zu Silikon, die Dein Haar ähnlich weich macht, es aber nicht gegen pflegende Öle abdichtet. Auch unsere festen Naturkosmetik Shampoos setzen auf Bio-Brokkolisamenöl anstatt Silikon.

Im Moment arbeiten unsere Produktenwicklungs-Ponys übrigens an einem Naturkosmetik Peeling, das selbstverständlich auch ohne Mikroplastik auskommt. Wir setzen auf Bambuspulver für eine schonende, pflegende Entfernung abgestorbener Hautschüppchen.

Hast du Mikroplastik schon aus deiner Kosmetik verbannt? Ist dir die Umstellung schwer gefallen? Teile deine Erfahrungen mit uns und hinterlasse uns einen Kommentar!

Schreibe eine Antwort