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Warum es keinen PonyHütchen Adventskalender gibt. #nocal2021

Nun geht es mit Riesenschritten auf Weihnachten zu: Lebkuchen und Spekulatius füllen schon seit Wochen die Regale im Supermarkt und wir haben alle schon zumindest mentale Listen für unsere Weihnachtsgeschenke erstellt. Bei PonyHütchen taucht seit Wochen immer wieder die Frage auf, wann wir denn endlich einen Adventskalender mit unseren Naturkosmetik-Produkten anbieten!

Natürlich ist es eine sehr schöne Idee, sich selbst oder lieben Menschen jeden Tag etwas Gutes zu tun. Eine kleine Freude zu machen mit Produkten, die man selber gerne mag. Nach vielen Diskussionen im Team sind wir aber zu dem Schluss gekommen, dass ein solcher Kalender einfach nicht zu uns als nachhaltiger Brand passt. Warum das so ist und warum es keinen PonyHütchen Adventskalender gibt, erklären wir dir heute.

PonyHütchen – eine nachhaltige Naturkosmetik-Brand

Eine Sache, die uns als Unternehmen und Team wirklich sehr am Herzen liegt, ist Nachhaltigkeit. Bei PonyHütchen bestimmt nachhaltiges Handeln sämtliche unternehmerischen Entscheidungen. Auch wenn man mehr Geld verdient, wenn man weniger nachhaltig handelt, finden wir: Profitinteresse muss hinter Nachhaltigkeit zurückstehen. Wir wissen natürlich, dass wir mit einem eigenen Adventskalender viel Umsatz machen könnten – das ist aber für uns keine Option, weil er kein nachhaltiges Produkt ist.

Daher stellen wir feste Produkte her wie etwa unsere Shampoos und unsere Duschbuttern. Aus diesem Grund füllen wir unsere Produkte in Verpackungen auf Zuckerrohrbasis ab. Deswegen arbeiten wir mit einem Mehrwegsystem, bei dem ihr die Tiegel an uns zurückschicken könnt. All dies machen wir, um möglichst nachhaltig zu handeln!

Während der Recherche für einen potenziellen PonyHütchen Adventskalender ist uns erst das gesamte Ausmaß an Material und Transportwegen bewusst geworden, das in so einen Kalender steckt! 

Deshalb nehmen wir dich heute mal mit auf die Reise entlang der Produktionskette eine Adventskalenders…

Viel Hülle, wenig Inhalt

Der klassische Adventskalender, der für Kosmetikartikel wie unsere in Frage kommt, besteht aus 24 kleinen Pappverpackungen. Diese werden in einen Rahmen aus (dickerer) Pappe eingefügt, der die einzelnen Schachteln zusammenhält und schützt. All diese Pappe ist nur Umverpackung und wandert in den Müll. Eigentlich ziemlich sinnlos, wo so viele von uns bei Geschenkverpackungen auf upcyceltes Material wie Zeitung oder Stoffreste zurückzugreifen.

Kein Wunder, schaut PonyHündchen Lina so traurig! Ein Adventskalender ist vor allem eines: viel Müll.

Da ja niemand einen langweiligen weißen Adventskalender möchte, werden alle Schachteln und der Rahmen des Adventskalenders weihnachtlich bedruckt. Aufgrund der verschiedenen Stärken der Pappe, die für Verpackungen und Rahmen verwendet werden, kann das aber nicht alles mit einer Maschine erledigt werden. Teilweise liefern auch noch unterschiedliche Hersteller den Rahmen und die Verpackungen der Kalendertürchen. Die Bestückung (im Fachbegriff heisst das Konfektionierung) solcher Kalender erfolgt übrigens in der Regel nicht durch den Kosmetikhersteller selber. Hierfür gibt es spezialisierte Dienstleister. Da hier nahezu alles in Handarbeit ausgeführt wird, haben viele Konfektionierer ihren Sitz in Osteuropa, wo die Löhne deutlich günstiger sind als in Deutschland.

Ein Kalender geht um die Welt – naja, fast!

Der Adventskalender reist also in der Regel von seinem Herstellungsort und anschließend zum Bestücken. Außerdem müssen natürlich auch die Proben und Kosmetikartikel, die in den Kalender sollen, natürlich ebenfalls zum Konfektionierer kommen. Anschließend werden die fertigen Kalender zurück zum Versanddienstleister des Kosmetikunternehmens transportiert. Von dort aus werden sie dann zu den Kund:innen geschickt. So ein Adventskalender hat also schnell einmal einige hunderte Kilometer auf dem Buckel, bevor er bei dir eintrifft!

Kartons, Pröbchen, Kleingrössen: viel Müll.

Nicht nur die Einzelverpackungen, der Rahmen und der Versandkarton eines solchen Adventskalenders wandert in den Müll. Auch all die kleinen Fläschchen, Pröbchen, Tiegelchen und Kleingrössen, die in so einem Kalender enthalten sind, sind schnell leer und wandern dann in den Müll. Wenn sie überhaupt gebraucht werden, denn unter Umständen findest du darin auch viele Produkte, die du gar nicht brauchst oder magst.

Unsere Kosmetikengel-Aktion im letzten Jahr hat uns sehr eindrücklich gezeigt, wie viel ungewollte und unbenutzte Kosmetik in deutschen Badezimmern in Vergessenheit gerät, denn wir haben während dieser Aktion zugunsten von Frauenhäusern mehrere Tonnen (!!) unbenutzte Kosmetik erhalten. Sehr vieles davon waren ungeliebte Überbleibsel aus diversen Adventskalendern – das hat uns wirklich schockiert und bestürzt.

Nachhaltigere Alternativen finden

Wenn du einem lieben Menschen zur Adventszeit eine Freude machen willst, bastle doch dieses Jahr einen hübschen DIY-Adventskalender: Das geht ganz einfach mit ein paar Stoffresten oder kleinen Säckchen und Tütchen, die du vielleicht sogar schon zuhause hast, und einer Schnur. Verziere die Säckchen noch mit ein paar Tannenzweigen und fertig ist der individuelle DIY-Adventskalender von Herzen!

Wunderschön & nachhaltig – ein DIY-Adventskalender!

Auch wenn du dir selber etwas Gutes tun möchtest, brauchst du dafür keinen gekauften Adventskalender. Du kannst zum Beispiel eine:n Freund:in fragen, ob ihr euch gegenseitig einen Adventskalender machen wollt. So bleibt der Überraschungseffekt erhalten.

Oder nimm dir gerade in der hektischen Vorweihnachtszeit einfach mal jeden Abend 10-20 Minuten nur für dich. Mach dir einen Tee, leg ein Hörbuch ein oder dein aktuelles Lieblingsalbum, lass dir ein Bad ein oder gönn dir ein Glas von dem guten Wein, den du eigentlich für einen besonderen Anlass aufheben wolltest. Warum sollte nicht genau heute dieser besondere Anlass sein?

Deine Adventszeit mit PonyHütchen

Wir hoffen, du verstehst jetzt, warum wir uns gegen einen Adventskalender entschieden haben. Natürlich musst du in der Vorweihnachtszeit nicht auf Produkte und Überraschungen von PonyHütchen verzichten. Unsere neue #ponypower Box steht schon in den Startlöchern und auch dieses Jahr kannst du dich zu Nikolaus gleich über eine ganze Tüte voller Überraschungen freuen. Mehr dazu erfährst du in den nächsten Wochen in unserem Newsletter oder auf unseren Social Media Kanälen – also Augen und Ohren offen halten!

Suchst du noch nach einer Kleinigkeit für deinen DIY Kalender?

Wenn dich jetzt die DIY-Lust gepackt hat, findest du in unserem Online Shop viele Produkte im Mini-Format, die sich bestens für einen DIY-Adventskalender eignen. Teile deine Bastelfreude unter #nocal2021 mit uns und inspiriere vielleicht noch andere zu einer nachhaltigeren Adventszeit. 

Ganz viel Freude beim Basteln und Verschenken vom gesamten PonyHof!

2 Kommentare

  1. Lisa Q.

    Ich finde es klasse das ihr so denkt und nicht der reinen Profitgier, wie alle anderen, erliegt. Schade das ich die Aktion damals verpasst habe…Ich habe hier auch noch gefühlte Tonnen an neuer Kosmetik die ich einfach nicht mehr nutze.
    Aber super das ihr mit #nocal2021 nachhaltig handelt. Apropos….wie kann ich denn leere Deocreme Tiegel an euch zurück senden?

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